Donnerstag, 5. September 2013

Wenn Engel gemacht werden

Wie findet man sich in einer Welt zurecht, wenn es einen Teil von sich selbst nicht mehr gibt.
Wir waren immer wie ein Teil, wie Schwestern, nicht leiblich, aber mit der Seele.
Du trugst mein Taufkleid, ich bin ja auch die "ältere" ... um 5 Monate.
46 Jahre 6 Monate und 25 Tage teilten wir fast alles. Es fiel nie ein böses Wort zwischen uns - niemals -
das mach uns mal einer nach!
Auch wenn wir mal längere Zeit unsere eigenen Wege gingen, nie waren wir uns deswegen gram, im Gegenteil, danach hatten wir uns viel zu erzählen.
Wir gingen zusammen durch dick und dünn und hatten auch im Urlaub in Italien immer unseren Spaß.

Aber jetzt; jetzt mußte ich den letzten Weg, den wir alle mal gehen müssen mit dir gehen.
Wie verdammt weh das tat. Mit ansehen zu müssen und nichts dagegen tun zu können.
Am 25. August hast du nun deine letzte Reise angetreten, dorthin, wo ich dir nicht folgen kann. Noch nicht.
Doch ich weiß, dass wir uns wieder sehen - irgendwann - dann haben wir uns wieder so viel zu erzählen.

Auch wird der Schmerz der Erinnerung weichen und ich werde wieder mit Freude daran zurückdenken können, wie schön es war mit dir.
Du fehlst mir so sehr!
Es tut so weh, wenn Engel gemacht werden.

Das war "unser" Gurkenbild, immer haben wir uns gegenseitig daran erinnert und
mußten jedesmal auf´s neue drüber lachen. 









 "Pfiadi dawei"